QVR Rappenhalde, Effretikon: Kompost-Arbeitstag

Samstag, 13. April 2019

13. 04 2019: Schwere, aber befriedigende Arbeit haben die vier Männer geleistet, die für den Quartierverein Rappenhalde, Effretikon, die Kompostieranlage für die Saison vorbereitet haben.

Die Kompostanlage war bereit, die Bodenfläche für die zweite Periode im Kompostierungsprozess geräumt und bereit neues Kompostgut aufzunehmen. Die schriftliche Bitte um Mitarbeit hing zuvor in 29 Hauseingängen.

Kurz nach acht Uhr stehen vier Männer bei kühlem, aber regenfreiem Wetter bereit, um Hand anzulegen. Neben dem Leiter der Kompostgrube Markus Eberle sind es Christian Koch, Edi Regli und Erwin Gull. Man kannte sich und auch die Arbeit, die es zu tun galt. Wie viele der 17 Boxen in der Grösse von etwa einem Kubikmeter können wohl heute ausgeräumt werden?

Eine Schaufel Kompostmaterial von der Kiste auf den langen Haufen zu schaufeln ist nicht schwer. Aber Schaufel um Schaufel dies den ganzen Morgen lang zu tun, ist schwere Arbeit. Doch kein einziges Wort darüber wird verloren. Immer wieder fallen lockere Kommentare wie. «Hier ist schon ein Löffel für unsere Kaffeepause» oder «Sieh an, eine noch ungeöffnete Packung mit vier Wienerli».

Nach anderthalb Stunden intensiver Arbeit ist es Zeit für den Znüni im warmen Koloniezimmer der Siedlung. Markus Eberle, der Leiter der Kompostgruppe, hat feine Sachen besorgt: verschiedene Getränke, heisses Wasser für Kaffee, erstklassiges Holzkohlenbrot, Aufschnitt und sogar drei verschiedene Kuchen.

Dieses Jahr feiert der Kompostdienst das 30-Jahre-Jubiläum. Fast alle Anwesenden erinnern sich an die ersten Jahre. Damals hatte jeder Bewohner zwei Kesseli, die mit Namen versehen waren. Diese durfte man nicht selbst zum Kompost bringen. Es wurde von einer Sammelstelle abgeholt und genau inspiziert. Wenn der Inhalt nicht den Vorschriften entsprach, brachte man das volle Kesseli zurück. «Aber alle machten mit, der Kompost war ein voller Erfolg», erinnern sich die vier Männer. «Viele Bewohner engagierten sich im Kompostunterhalt.» So liefen die Gespräche bei guter Stimmung.

Nach dem Znüni wurde nochmals intensiv bis gegen ein Uhr gearbeitet. Im Ganzen wurden neun Kisten geleert und gereinigt. «Das könnte ein Rekord sein», meinte Markus Eberle. Zum Umschichten gehörte auch das Aussortieren von nicht kompostierbarem Material, insbesondere von Plastiksäcken. Die sogenannt biologisch abbaubaren Säcke sahen nach einem halben Jahr im Kompost nicht anders aus als normale Plastiksäcke. Kaum Zeichen von Verrotten an diesen Säcken. Das Kompostieren funktioniert offensichtlich nicht mehr wie in den Anfängen. Ob man diesen umweltpflegenden Siedlungsdienst, zu dem auch die Pflege des Kompostareals, Reparaturarbeiten und den Umschwung zu säubern gehören, gelegentlich einstellen muss – wenn auch schweren Herzens?

Zum Schluss sah jeder nochmal zufrieden auf die heute erledigte Arbeit.
Unser Dank geht an Markus Eberle für sein Vorbereiten und Leiten der Arbeiten!

Text und Fotos: Erwin Gull

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