QV Effretikon: Komposttag

Freitag, 23. November 2018

27.10.2018: Ende Oktober ging der zweite Komposttag über die Bühne.

Bestimmt wird wieder eine Reihe von Bewohnern der Siedlung Rappenhalde mithelfen Kompostgut umzuschichten. Wir hatten schönstes Sommer- und Sonnenwetter.

Aber es kam anders. Der erste Tag mit Regen nach einem gefühlten halben Jahr Trockenzeit. Vom frühen Morgen an regnete es praktisch den ganzen Tag. Ob der Anlass wohl abgesagt wird? Vielleicht kommt gar niemand? Denkste! Der Kompostverantwortliche war da und zwei Pensionäre, die gerne und viel draussen sind. Es gibt ja kein schlechtes Wanderwetter, nur Kleidung, die nicht dem Wetter angepasst ist.

Gutes Schuhwerk, Regenhosen, Wind- bzw. Regenjacke, gar ein Regenhut sorgten dafür, dass man problemlos ohne Stress, aber stetig arbeiten konnte. Als es Zeit war für die Znünipause, einigten sich alle, durchzuarbeiten und stattdessen eine halbe Stunde früher mit dem Znüni abzuschliessen.

Das kleine Team konnte in dieser Zeit vier der 17 Boxen mit etwa je 1m3 Inhalt umschichten und für den Winter vorbereiten. Auch dieses Mal war es wieder offensichtlich, dass wir nicht im Steinzeitalter, sondern im Plastikalter leben. Ganze vier Kehrichtsäcke füllten wir mit Plastiksäcken, die jemand von uns aus dem Kompostgut herausklauben musste. Ob es hier je eine Trendwende geben wird?

Dass die Kompostanlage am Waldrand steht merkt man im Oktober ganz besonders. Über den ganzen Sommer konnten sich die invasiven Waldbrombeerstauden ungehindert bis fast an die Kompostboxen heranarbeiten. Dieses Gewächs ein paar Meter zurückzustutzen, gehörte auch zur Aufgabe. Erstaunlich, was solche dornigen Pflanzen ganz leise innerhalb von ein paar Monaten zu überwachsen imstande sind.

Nass, aber nicht durchnässt, schauten wir zufrieden auf die neue Reihe Kompost unter einer Blache. In einer zweiten Zeit-Etappe wird dieses Material still weiter verarbeitet durch Myriaden von Kleinlebewesen, bis alles, irgendwann im neuen Jahr, von einem Landwirt abgeholt und auf eines der Felder auf Gemeindegebiet verteilt wird.

Es reichte diesmal nicht, unser Gerätehäuschen mit Dachpappe und neuen Latten zu pflegen. Es wird bis zum nächsten Frühling warten müssen.

Danke, Markus Eberle, Leiter der Kompostgruppe, dass Du unsere Siedlungskompostanlage so kompetent führst und dafür sorgst, dass jemand jeden Tag vorbeischaut, um die neu eingebrachten Küchenabfälle mit Erde zu decken und für Ordnung zu schauen.

Text: Erwin Gull